Fährten im Freien
Wer nun den Versuch wagt die Fährtenarbeit in die Natur zu verlegen, der sollte sich ein paar Gedanken vorher machen über das WO, WANN und WIE.
WO – will ich die Fährte legen
Man kann nicht einfach losgehen und auf einer Wiese einfach ein wenig Gras platt treten und Leckerchen verteilen. Zum einen sollte man, um Missverständnisse zu vermeiden, den Besitzer um Erlaubnis fragen.
Es sollte auch ein Gebiet sein, der von anderen Hunden wengi frequentiert ist, denn die freuen sich sicher über so einen leckeren Pfad.
WANN – will ich fährten
Regnet es, scheint die Sonne, ist es windig, liegt Schnee… alles erschwert oder erleichtert die Fährte. Es soll ein wenig Training sein und somit sucht man sich anfangs die einfachsten Verhätnisse aus.
100 Schritte gerade aus, bei bedecktem Himmel und kleine Leckerchen, der Hund soll sich nicht satt fressen und mit kauen beschäftigt sein, sondern schnüffeln dürfen und suchen.
Anfangs darf der Hund dabei zuschauen, wie man die Fährte legt, später sollte er sie nicht sehen, das macht die Aufgabe schwieriger. Damit man selber noch weiss, wo man die Fährte gelegt hat, markiert man sich die Anfangsstelle mit einem Abgnagsstock. Der kann aussehen wie man will, ein Stück Besenstiel, ein Ast wie auch immer. Es passiert häufig, dass man den vergisst also hier keine grossen Ausgaben machen.
Womit wir schon beim WIE sind.
Also man braucht als Material, einen Abgangsstock, Leckerchen für 100 Schritte, denn in jeden Schritt soll anfangs ein Leckerchen. Am Ende etwas das gefunden werden sollte. Hier kann man seiner Kreativität freien Lauf lassen.
Beispiele:
Socken, Haargummi,Schlüsselbund (gut wenn das der Hund sucht, falls man ihn mal verloren hat
)… was auch immer. Es sollte den Geruch der Fährtenperson (am Anfang also nach uns riechen) angenommen haben. In die Hosentasche stecken und ein wenig mit sich tragen, je länger um so mehr riecht der Gegenstand nach uns.
Wie lege ich nun die Fährte?
Der Anfang ist ein Quadrat das niedergetreten wird. In das Viereck legt man viele Leckerchen, somit nimmt der Hund unbewusst den Fährtengeruch auf. Später wird das Quadrat zum Dreieck und die Spitze zeigt in die Richtung in der die Fährte führt.
Die Anfänge bestehen tatsächlich darin, nur das Quadrat ausschnüffeln zu lassen. Ruhig mehrere und dabei sich immer mehr dem Dreieck nähern.
Nun folgt der erste Schritt, direkt auf die Spitze des Dreiecks. Den Fuss unter Druck ein wenig zurück ziehen und das Leckerchen reinlegen, so geht man nun Schritt für Schritt (am Anfang recht kleine Abstände wählen, später bis auf normale Schrittspanne erweitern) und Leckerchen für Leckerchen die 100 Schritte und deponiert am Ende die Socke (der Fährtengegenstand). Im grossen Bogen um die Fährte weggehen und nicht wieder den Weg zurück. Das verwirrt.
Die Fährte kann nun sofort oder mit etwas Zeitverzögerung erschnüffelt werden. Je mehr Zeit vergeht, um so schwieriger wird die Fährte.
Nun kommt das Schwierigste, den Hund auf die Fährte bringen und wir haben Funkstille. Der Hund kommt an die Leine, Schleppleine zum Beispiel wir hintenran und laufen einfach nach. Sollte der Hund die Fährte verlassen, stehen bleiben und den Hund zum Stehen bringen, in dem man die Leine strafft und festhält. Keine Hinweise geben, der Hund hat eine Nase und wird die richtige Spur wiederfinden.
Viel Spass beim fährten.
Ach ja wer Spass daran gefunden hat, man kann seinen Hund als Fährtenhund ausbilden und später eine Fährtenhundeprüfung ablegen, dazu gehört freilich weit mehr.
